Umgang mit KI im wissenschaftlichen Arbeiten

Aus Lewawiki
Version vom 18. November 2025, 09:56 Uhr von Tobias.leiblein (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Generative KI ist ein Werkzeug, das im wissenschaftlichen Arbeiten bei adäquater Anwendung die Qualität der Arbeit verbessern kann. Eine unreflektierte Verwendung wird allerdings zu Fehlern führen. Auf dieser Seite wird ein Überblick gegeben, worauf beim Einsatz generell zu achten ist. Es ist zu bedenken, dass der Einsatz von generativer KI mit den Lehrenden abzustimmen ist. Dabei ist zunächst zu klären, ob KI-Tools überhaupt verwendet werden dür…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Generative KI ist ein Werkzeug, das im wissenschaftlichen Arbeiten bei adäquater Anwendung die Qualität der Arbeit verbessern kann. Eine unreflektierte Verwendung wird allerdings zu Fehlern führen. Auf dieser Seite wird ein Überblick gegeben, worauf beim Einsatz generell zu achten ist.

Es ist zu bedenken, dass der Einsatz von generativer KI mit den Lehrenden abzustimmen ist. Dabei ist zunächst zu klären, ob KI-Tools überhaupt verwendet werden dürfen. Ist das der Fall, dann sollte transparent gemacht werden, in welchem Umfang und für welche Arbeitsschritte. Außerdem ist zu klären, wie der KI-Einsatz nachvollziehbar dokumentiert wird.

Generelle Risiken beim Einsatz von KI

Wer KI einsetzt, sollte ein Training zu den Themen Ethik & Recht, Technik und praktische Anwendung absolviert haben[1]. Einige Regeln müssen bei jeder Anwendung beachtet werden, ungeachtet dessen, ob man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt oder nicht. Diese Risiken werden in der Tabelle unten kurz dargestellt.

KI-Einsatz-Szenarien

1. KI ist verboten

2. KI ist erlaubt

Sollte in einem Modul, einer Lehrveranstaltung oder für eine Prüfung KI durch die Lehrenden ausdrücklich erlaubt sein, bestehen uneingeschränkt die Anforderungen der Studien- und Prüfungsordnung, der guten wissenschaftlichen Praxis und die Beachtung der generellen Risiken beim Einsatz von KI (s.o.). Nichtbeachten kann in ersterem Fall zu einer schlechteren Benotung, zu Nichtbestehens (auch wegen Täuschung) und in letzterem Fall zu rechtlichen Konsequenzen führen. Um einen sicheren Umgang zu ermöglichen, ist eine transparente Vorgabe der erlaubten Einsatzszenarien hilfreich. Diese können beispielsweise an Abschnitten des Forschungszyklus konkretisiert werden.

Beispiel: Literaturrecherche

  • In dem Modul ist generative KI als Rechercheinstrument zugelassen. Für die Kontrolle der Ergebnisse sind die Anwender:innen selbst verantwortlich.
  • Nicht zulässig ist die ungekennzeichnete Übernahme von Texteilen, die inhaltlich von einem KI-Tool generiert wurden.

Daraus lassen sich verschiedene Einsatz-Szenarien ableiten:

  1. Die KI unterstützt beim Verfassen eines Suchstrings für eine Online-Datenbank nach Eingabe der Forschungsfrage. Dieser String wird nach Überprüfung der Korrektheit in die entsprechende Datenbank kopiert. Die Suchergebnisse werden ohne KI durchgeschaut.
    • Prompt-Beispiel: **Kontext** Ich untersuche das Thema [Thema einsetzen] und möchte eine systematische Literaturrecherche in der Datenbank [Datenbank einsetzen] durchführen. **Aufgabe** Formuliere mir einen Suchstring, der mir die Konzepte aus der Forschungsfrage mit [Operator einfügen] verknüpft.
  2. Es wird in KI nach Literatur "gesucht". Die Ergebnisse werden dann in Literaturdatenbanken identifiziert und gelesen.
    • Prompt-Beispiel: Ich möchte einen ersten Einblick in das Thema [Thema einfügen] gewinnen. Wo kann ich anfangen? Achtung: Hier besteht das Risiko durch Bias. KI kann zu einer einseitigen Betrachtung eines Themenbereich führen.

Dokumentation